Elba: Biketour zum Monte Perone

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Monte Perone
Am Gipfel des Monte Perone

Um schöne lange Downhill-Trails genießen zu können, muss man auf Elba einige Höhenmeter erstrampeln, und das ohne Lift. Wohl dem, der auf elektrische Unterstützung zurückgreifen kann. Weshalb sich das Gebiet am Monte Perones hierfür besonders eignet und welche Aussichtspunkte man dabei nicht verpassen sollte, erfahrt ihr hier. 

Biketour Perone
Auf dem Fahrradweg am Strand bei Marina di Campo

San Piero

Zugegeben, wir sind keine Profi Downhillbiker, dennoch fahren wir gerne abseits von großen Straßen. Ein einfacher Flowtrail bergab darf es dann auch gerne mal sein. Das Gebiet um den Monte Perone versprach nach unseren Recherchen gute Wege für den Anstieg, tolle Aussicht und eine Abfahrtspiste für Einsteiger. Wir verlassen also Marina di Campo auf der Via Della Costa in westlicher Richtung. Zum Glück gibt es auf Elba nicht so viel Verkehr, zumindest in der Vorsaison. Nach der ersten längeren Steigung kurz vor Collie di Palombai weist der Weg an der Gabelung nach rechts, Richtung Monte Perone. Bei gleichmäßig anhaltender Steigung können wir hier die Aussicht genießen, und erreichen schon bald das kleine Dorf San Piero, welches auf einer Anhöhe über Marina di Campo drohnt.

Biketour Monte Perone
Leichter und konstanter Anstieg nach San Piero

Aussich vom Torre di San Giovanni

Wir passieren San Pierro und folgen der Straße weiter Richtung Sant’Ilaro. Etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Örtchen biegen wir links ab auf eine kleine Straße. Jetzt geht es steiler bergauf, die Muskeln bekommen mehr und mehr Betriebstemperatur. Schon bald stehen wir vor dem markanten Wachturm, dem Torre di San Giovanni, der die Ortschaften weit überragt.

Torre di San Giovanni
Torre di San Giovanni

Torre di San Giovanni – der zweistöckigen Turm diente an seiner strategischen Position als Wachturm und mit Lichtsignalen der Kommunikation. Er wurde etwa im 12./13.Jahrhundert von der Republik Pisa erbaut.

Torre di San Giovanni
Torre di San Giovanni

Monte Perone

Nach der Besichtigung geht es in den Endspurt. Über zahlreiche kleine Serpentinen gewinnen wir schnell an Höhenmetern. Der Weg flach ab und zieht die Bergflanke entlang. Leider läßt der dichte Baumbestand hier nur wenige Blicke in die Ferne zu.

Biketour Monte Perone
Biketour Monte Perone

In einem  Waldstück eröffnet sich plötzlich ein großer Parkplatz, hier kreuzt der Fernwanderweg GTE vom Monte Capane kommend und weiter zum Monte Perone, unserem heutigen Ziel. Wir biegen rechts auf den kleinen Waldweg ab und stehen nach ein Paar Minuten am Aussichtsturm des Perone. Leider ist dieser zur Zeit verschlossen, der Gipfelblick vom Boden wird durch das Grün der Bäume verhindert. Lediglich eine weitere Sendeanlage lässt sich hier bewundern.

Monte Perone
Am Gipfel des Monte Perone

Flowtrail nach Saint’Ilario

Wir rollen zurück zum Parkplatz an der Straße. Hier startet ein kleiner Trail zurück in die Zivilisation. Zuerst über Waldboden mit Wurzeln, später über Schotter und Geröll verlieren wir schnell an Höhenmeter. Der Weg ist immer angenehm breit und daher für Einsteiger und auch E-Bikes bestens geeignet. Kurz vor der Ortschaft kommen wir dann wieder auf die kleinen Straßen. Wir rollen gemütlich bergab, genießen die grüne Landschaft mit den bunten Blüten und dem blauen Meer. Bald sind wir an unserem Campingplatz zurück und freuen uns auf das Erfrischen im kühlen salzigen Nass.

Flowtrail
Flowtrail mit Aussicht
Flowtrail
Breiter und einfacher Flowtrail vom Monte Perone

Unser Fazit:

Wer im Westen der Insel seinen Radlurlaub verbringt, der sollte auf jedenfall einen Abstecher auf den Monte Perone machen. Über die kleinen geteerten Straßen kommt man zügig bergauf. Einsteiger finden hier einfache breite Trails ohne schon beim Bergauffahren an ihre Grenzen zu kommen. Aber auch erfahrenere Biker finden hier eine anspruchsvolle Linie.

 

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