Elba: E-MTB auf Capo di Fonza

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Elba, eine Insel zum Mountainbiken

Wenn es in den Alpen wettertechnisch schwer zu planen wird,  flüchten wir auch gerne mal in wärmere Gefielde. Erfahrt wie es uns mit den E-Bikes auf Elba ergangen ist und warum man digitalem Kartenmaterial beim Biken nicht immer trauen darf… 

Ende April Urlaub zu haben, stellt uns Outdoorsportler oft vor Probleme für vernünftige Planungen. Der Schnee für sinnvolle Skitouren ist nur noch in einigen wenigen Hochlagen der Alpen ausreichend. Tageszeitliche Temperaturanstieg und Sonneneinstrahlung machen aber auch dort den Schnee nass und schwer. Für Skihochtouren hingegen liegt dann meist doch noch zu viel Schnee, für Bergtouren sowieso. Auch der Großteil der Hütten befindet sich noch im Winterschlaf. Daher beschlossen wir die Woche im mittlerweile angenehm warmen Mittelmeerklima zu verbringen. So packten wir unsere Lisel und brachen gen Süden auf. Nach 900km auf den Autobahnen und einem kurzen Abstecher zum Peter-Kofler-Klettersteig im Brennertal standen wir schließlich am Fährhafen von Piombino. Von dort schipperten wir mit einer der viele Fähren auf die Mittelmeerinsel Elba. Auf einem Campingplatz bei Marina di Campo richteten wir letztendlich unsere Homebase für die nächsten Tage ein.

Auf einer Schotterstraße kommen wir erstmal schnell voran

Capo di Fonza

Den restlichen Tag der Anreise verbrachten wir zunächst gemütlich. Wir genossen die warmen Sonnenstrahlen, erkundeten die nähere Umgebung bei den Gassi runden und ließen den Abend bei einer leckeren italienischen Pizza mit Wein hoch über der Bucht von Marina di Campo ausklingen. Am nächsten Morgen folgte ein ausgiebiges Frühstück gefolgt von einer großen Gassirunde für unsere Hundedame. Dabei erblickten wir schon die ersten Mtb-Trails durch die hügelige Landschaft. Wir machten unsere Elektro-Esel startklar und folgten der kleinen Straße hinter dem Campingplatz bergauf. Bereits nach den ersten Metern verwandelte sich der aufgeheizt Fahrbahnbelag in eine Schotter-Forststraße. Bei einer herrlichen Aussicht über die Küstenlinie und das angrenzende tiefblaue Mittelmeer folgten wir dem Weg weiter. Wir passierten ein paar freistehende Fincas bis wir die Abzweigung zum Monte Tabone erreichte.

Pedalieren auf den schmalen Trails. Trotz E-MTB kommt man hier ins schwitzen.

Kurz nach der Abzweigung verschmälerte sich die Schotterpiste auf einen schmalen steinigen Pfad mit zunehmender Steilheit. Schon bald stießen unsere E-Bikes an ihre Grenzen. Wir studierten noch einmal unser digitales Kartenmaterial, welches uns aber auf dem richtigen Weg zeigte. So wechselten sich immer längere Schiebepassagen mit kurzem Bergaufstrampeln ab. Der Weg glich einem weggeschwemmten Bergsteig und ist wohl eher was für Profis oder Downhill-Biker.

Mangelnde Fartechnik oder zu schwer für unsere E-MTB-Hardtails. Wahrscheinlich beides. da hilft nur schieben.

Monte Fonza & Monte Tambone

Nacheiner gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann doch irgendwann das Ende des Trails. Eine große Kreuzung ließ uns die Wahl unseren Weg zu den beiden Gipfeln fortzusetzen. Wir bogen in südliche Richtung ab und folgten einem schmalen Trail bergab zum Monte Fonza, welcher durch einen großen markanten Steinhaufe nicht zu verfehlen ist. Als Belohnung erhielten wir einen fantastischen Ausblick über ein sattgrünes Elba, blaues Meer und sogar mal einen seltenen Blick auf den wolkenfreien Monte Capane. Anschließend ging es über den gleichen Weg wieder zurück an die Kreuzung und weiter auf den Monte Tambone mit der kleinen Sendeanlage in der Nähe des Gipfels.

Den Gipfel des Monte Fonza hat man ab hier schon in Sichtweite.
Einfacher steiniger Trail auf den letzten Metern zum Monte Fonza
Verdiente Aussicht…
Weiter geht’s zum Monte Tambone….

 

 

Spaß beim Erklimmen des Gipfels…
OnTop des Monte Tambone… der Steinhaufen zeigt den höchsten Punkt.

Zurück nach Marina di Campo

In unmittelbarer Nähe der Anlage startete eine Mountainbikepiste, zurück zu unserem Ausgangspunkt. Nach kurzer Inspektion der ersten Meter, machte diese den gleichen Eindruck einer Downhillstrecke wie unser „Aufschiebweg“ und wir wählten lieber die Abfahrt über die Schotterpiste. Also zurück zur großen Kreuzung und bergab in nördlicher Richtung. Zügig rollten wir den holprigen Weg hinab bis wir die Verbindungsstraße von Lacona nach Marina di Campo erreichten, welcher wir über die Höhe von Coccherino schon bald erreichten.

Fazit unserer E-MTB Tour auf Capo di Fonza

Gerade im Frühjahr lädt die kleine Insel Elba zum Mountainbiken geradezu ein. Angenehm warmes Klima, die Insel erstrahlt in saftigem grün und überall blühen bunte Blumen. Zahlreiche Trails in allen Schwierigkeitsgraden ziehen sich über die Insel. Wir haben festgestellt, dass gerade die digitale Karten zur Planung doch sehr unterschiedlich sind und die Schwierigkeit nicht immer mit der Realität übereinstimmt und man auch öfters vor Schranken an Privatwegen steht. Trotzdem macht es in so einer Kulisse riesigen Spaß die Insel auf zwei Rädern zu erkunden.

Daten & Fakten:

  • Dauer: 2:45 h
  • Strecke: circa 19 km
  • Höhenmeter: 702 m
  • GPS-Track:

 

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