Pitztaler Powder 

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Bei unseren Skitouren in der letzten Saison haben wir immer wieder festgestellt, dass uns das Abfahren abseits der Piste etwas schwer fällt. Bei mir ist es immerhin knapp 20 Jahre her, als ich das letzte Mal bewusst mit zwei Brettern im Tiefschnee unterwegs war. So beschlossen wir, unser Können in der neuen Saison aufzufrischen. Beim DAV Summit Club fanden wir schließlich ein passendes Angebot, welches nicht nur 2 Tage am Wochenende, sondern sich über 4,5 Tage erstreckte. Gesagt – getan. Wir buchten also den Tiefschneekurs am Pitztaler Gletscher bei dem neben dem Bergführer auch eine Unterbringung im 4-Sterne-Hotel mit Wellnessbereich und 4-Tages-Skipass beinhaltet.

DAV Summit Club im Pitztal

Am ersten Advent machten wir uns also vom grünen Franken auf in Richtung Mandarfen, dem kleinen Skiort am Fuße des Pitztaler Gletscher, welches uns bereits mit den Neuschneemengen der letzten Tage bei herrlichem Sonnenschein erwartete. Bei einem Willkommenssekt checkten wir am frühen Nachmittag ein, bezogen unser Zimmer und überbrückten die Zeit bis zum Kennenlernen der anderen Kursteilnehmer im Saunabereich. Um 18 Uhr war es dann soweit. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde schilderte uns Albert „Abi“ Kirschner – unser Bergführer – was uns in seinem Kurs alles erwartet, überprüfte die mitgebrachten Ausrüstungen und wer wollte bekam kostenloses Leihequipment. Anschließend ließen wir den Abend bei leckerem Essen zusammen ausklingen.

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Fahrtechnikübungen auf und neben den Pisten

Übungen zur Fahrtechnik

Nach einem reichhaltigen Frühstück vom Buffet, machten wir uns bei Nebel, Schneetreiben und Eiseskälte im zweistelligen Temperaturbereich unter Null auf den Weg in Richtung Gletscher. Die 1983 eröffnete Stollenbahn brachte uns in wenigen Minuten an die Bergstation. Nach einer kurzen Abfahrt zum Aufwärmen begannen auch gleich die ersten Korrekturen im Fahrverhalten und die ersten Technikübungen, welche bei jeder Abfahrt immer wieder erweitert wurden. Zwischendurch konnten wir das Gelernte bei den Variantenabfahrten in jungfräulich Powderhängen testen. Nach 6 Stunden Konzentration und Anstrengung bei Eiseskälte ging es dann zurück ins Hotel. Nach einer kleinen Stärkung und warmen Getränken brachten wir unsere Körper anschließend in der Sauna wieder auf Normtemperatur, bis wir uns am Abend wieder alle zum Essen trafen.

Tag Zwei setzte sich unverändert kalt und neblig fort. Lediglich das Schneetreiben blieb aus, genauso wie die eigentlich vorhergesagte Wetterbesserung. Zu den Technikübungen gesellten sich neue dazu und auch im Tiefschnee stellten sich bei allen Teilnehmern sichtbare Verbesserungen ein. Abi filmte uns hin und wieder bei unseren Künsten, denn am Abend stand eine Videoanalyse an. So verbrachten wir wieder 6 Stunden auf den Pisten und Varianten in Tirols höchstem Skigebiet. Da am Nachmittag die Sicht besser wurde, fuhren wir die Talfahrt bis fast vor den Hotel Eingang ab. Wieder konnten wir im Wellnessbereich unsere ausgekühlten Körper wärmen und erholen. Am Abend analysierten wir in der Gruppe noch die Fahrtechniken jedes Einzelnen anhand der Aufzeichnungen, bevor es alle zum Abendmenü trieb.

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Unberührter Schnee – einfach Traumhaft

Skitour zur Gletscherscharte

Tag drei begann wie immer mit ausreichend Frühstück vom Buffet, bevor wir wieder auf den Gletscher fuhren. Heute stand aber ein anderes Tagesprogramm an. Nach einer Aufwärmrunde über eine uns mittlerweile bekannte Piste, machten wir eine kleine Skitour über den Mittelbergferner. Unsere Spur zog sich durch besten, noch unberührten Powder zur Gletscherscharte zwischen linken Fernerkogel und Tiefenbachkogel auf 3150 m. Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir gemütlich unser Ziel. Zwischendurch gab’s immer mal wieder kleine Pausen, in denen uns Abi uns wichtiges zum Thema Spuranlage, Verhalten auf dem Gletscher und Gehtechnik näherbrachte. Nach einer kurzen Stärkung mit warmen Tee stand uns eine herrliche Powder-Abfahrt bevor, die wir in mehreren kurzen Etappen genossen. Anschließend ging es über die Talabfahrt zum Hotel und natürlich in die Sauna. Abends erwartete uns dann das „5 Elemente Galamenü“ zur Stärkung.

Der letzte Tag wurde dann wieder mit Technik- und Fahrübungen im Skigebiet verbracht. Nachmittags ließen wir die Runde dann gemütlich im Hotel Café ausklingen.

Fazit zum Tiefschneekurs des DAV Summit Clubs:

Auch wenn die Preise des DAV Summit Clubs erstmal abschrecken, durch das hochwertige Hotel und dem Gesamtleistung sowie dem sehr guten Bergführer wird hier einem viel geboten. Auch die Kursdauer von 4,5 Tagen ist natürlich intensiver wie ein Wochenendprogramm. Obwohl wenn wir schon alte Hasen auf den Brettern sind, so hat uns der Kurs immernoch sehr viel gebracht, neben der Piste, aber auch auf der Piste.

In unserem Videoclip könnt ihr noch ein paar Impressionen der Skitour und vor allem der Powderabfahrt genießen.

Skitour während des Tiefschneekurses des DAV Summit Clubs, Dezember 2017

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