Schon wieder Arco… Die Sonnenplatten bei Dro

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Im September machte sich der Herbst mit kaltem und nassem Wetter breit. Gemütliche Outdoor-Touren waren somit nicht die erste Wahl in unserer Heimat, und auch in den Alpen hatte der kurze Wintereinbruch schon seine Spuren hinterlassen. So zog es uns in unserer Urlaubswoche Anfang Oktober noch einmal in wärmere Gefilde… schon wieder Arco… Diesmal stand aber nach ein paar erholsamen Tagen mit Klettersteig am Gardasee bei Riva del Garda eher der Norden des Sarcatals auf dem Programm.

Unser erstes Ziel zum Klettern waren die Sonnenplatten zwischen Dro und Pietramurata, da wir hier noch eine Rechnung offen hatten.

RITA – 400m – 5c/S3

Bei unserem letzten Urlaub im Mai, waren wir bereits schonmal in diese Tour eingestiegen. Leider war es an diesem Tag so heiß, dass uns schon nach der zweiten Seillänge die Füße zu kochen drohten. So wollten wir bei angenehmeren Oktober-Temperaturen die Tour zu Ende machen.

Die Rita is eine der ältesten Touren in den Sonnenplatten, genaugenommen war sie die zweite Tour in diesem Fels. Sie zieht abwechslungsreich über und zwischen den Platten auf den großen Kamin im oberen Wandteil in schöner und leichter Kletterei. In unserem Kletterführer „ARCO Plaisir“ ist die Rita noch mit 4c aufgeführt, inzwischen wird sie an einigen Stellen mit 5c bewertet („Hohe Wände bei Arco“).

Insgesamt ist die Rita eine der schönsten und abwechslungsreichsten Touren, die wir bisher im Sarcatal gemacht haben. Die 14 Seillängen sollten gerade in den heißen Sommermonaten nicht unterschätzt werden, da die Sonnenplatten ihrem Namen wirklich alle Ehre machen, Schatten gibt es wenn überhaupt nur oben im Kamin.

Rita_4
Abstieg über das lose Schotterfeld im oberen Wandteil

Via del 46° Parallelo – 180m – 4a/S3

Der „Weg des 46. Breitengrates“ ist die älteste Klettertour in den Sonnenplatten und auch eine der ältesten im ganzen Tal. Sie führt durch eine gut erkennbare, teils grasige Rinnen und bietet so abwechslungsreiche Kletterei in nicht zu steilem Gelände zwischen den Platten. Die 7 kurzen Seillängen von maximal 25m zwischen den Ständen können, bei entsprechender Seillänge, problemlos auf 3 verkürzt werden. Aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades ist die Tour aber immer gut besucht, was es zu berücksichtigen gilt.

 

 

Unser Fazit zu den Sonnenplatten:

Aufgrund des kurzen Zustiegs sind die Sonnenplatten ein lohnendes Ziel für kältere Tage oder Jahreszeiten. Mehrere der kurzen Routen können dank des schnellen Abstieges hintereinandergehängt werden, um einen Klettertag auszufüllen. An heißen Tagen nicht zu empfehlen.

 

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