Seven Summits Stubai – die Elfer 2505 m

Die Seven Summits Stubai – bei den sieben Gipfel handelt es sich nicht um die höchsten sondern die schönsten und markantesten Berge im Stubaital. Bei diesen Touren bezwingt man nicht nur sieben Berge mit Charakter, sondern erlebt auch bei jedem Einzelnen eine vollkommen andere Bergtour. Als kleines Schmankerl für die Touren gibt es zum Nachweis einen Gipfelpass, welcher im Tourismusbüro erhältlich ist, und es winkt dem Bergsteiger ein T-Shirt für drei sowie eine Trophäe für alle bestiegenen Gipfel. 

Der erste Gipfel der Seven Summits Stubai war mit den Hohen Burgstall geschafft. Wir wollten aber an diesem Wochenende noch den zweiten Berg erobern und somit fiel die Wahl auf die Elfer.

Foto-23.10.16,-16-42-20.jpg
Das Elfer-Massiv.

Das Elfer Massiv

Nach einem ausgiebigen Frühstück für Mensch und Tier sowie dem Check-out Campingplatz begaben wir uns ein paar Straßen weiter zur Elferbahn. Wir hatten zuvor schon auf der Homepage der Elferbahn gecheckt, dass die Bahn noch bis zum 26. Oktober geöffnet habe. Zu unserem Erstaunen hing dort ein Schild, dass der Betrieb sogar noch bis zum 31. Oktober laufen sollte. Ebenso erfreulich war, dass nicht nur Gästekartenbesitzer sondern auch Alpenvereinsmitglieder einen ermäßigten Preis bekamen.

Sugar freute sich wie ein Schnitzel, denn sie durfte wieder Gondelfahren. Sie liebt Gondelfahren ja über alles, genauso wie Autofahren, Fahrstuhlfahren, U-Bahnfahren… also, eigentlich alles mit dem man fahren kann. Da mussten wir ihr auch nix beibringen, das ging alles von selbst. Somit ist Sugar auch von selbst in die nächste Gondel gehüpft und es ging zur Bergstation auf 1794m. Direkt hinter der Bergstation begann auch schon der Wanderweg, welcher uns Richtung Elferhütte führte. Wir trafen beim Aufstieg schon auf den ersten Schnee und mussten der alten Dame erstmal beim Schnee-wälzen zugucken, so freute sie sich über das weiße Pulver. Der Weg führte uns recht seicht am rechten Rand der Skipiste, welche noch nicht in Betrieb war, gen Hütte. Den Wegrand säumten immer wieder „Museumsstücke“ an alten Bergwerkmaschinen mit Infotafeln.

Die Elferhütte

Nach gut 30 Minuten erreichten wir die Elferhütte auf 2080 m. Leider hatte die Hütte Ende Oktober schon geschlossen, sodass wir nur eine kurze Snackpause auf den Stufen des Haupteingangs einlegten.

Frisch gesnackt stiegen wir nun über die Skipiste zum Schlepplift auf. Am Ende der Piste folgten wir der Beschilderung nach rechts und schlugen uns in die Latschen. Nun führte der Weg etwas steiler auf den Elfersattel, über den man die fast die ganz Zeit aufsteigt. Die Latschen wurden weniger und wichen immer mehr den Felsmassiven der Elfer. Der Schnee war nun fast kniehoch. Wir passierten immer mehr Erhebungen, sodass sich das Gefühl einstellte, sich im Hochgebirge zu befinden. Es war schön still und wir konnten die Atmosphäre dort in vollen Zügen genießen.

 

Am Ende des Elfersattels trafen wir auf die Weggabelung, von der nach rechts der Pfad zur wenigen Minuten entfernten Elferspitze (2495 m ) abzweigte. Wir entschieden uns weiter gerade aus Richtung Elferkofel zu gehen, da auf dem Gipfelpass „Elfer 2505 m “ stand. Und der Elferkofel hatte schließlich eine Höhe von 2505 m.
pa230215

Zum Elferkofel

Es ging weiter in zerklüfteten, nun schwierigerem Gelände. Nach einen Felsdurchschlupf gelangten wir auf die Südseite unterhalb des Elferkofel und der Schnee wurde wieder weniger. Sugar war, wie am Vortag am Hohen Burgstall, wieder irritiert. Wir querten immer unterhalb der Felswand weiter, denn es gab keine gut erkennbaren Markierungen. Irgendwann mussten wir feststellen, dass wir ja schon unterhalb des Zwölferkofel angekommen waren. Mit Hilfe des GPS und des mehr als spärlichen Internets fanden wir schließlich den Zugstieg zum Elferkofel. Der Gipfelanstieg präsentierte allerdings Kletterstellen im 2. UIAA-Schwierigkeitsgrad, sodass wir abwechselnd den Gipfel erklommen und der andere auf unser Hundi achten musste.

Oben auf den Kofel der Schock: weit und breit kein Stempel für den Gipfelpass, lediglich das kleine Wettertürmchen als Gipfelmarkierung war zu finden. Das war mal extrem ärgerlich, vorallem wegen den Schwierigkeiten in der Wegfindung. Also, wieder Hund zusammengepackt und uns auf den Rückweg gemacht.

Zurück zur Elferspitze

Als kleine Bergstreber wollten wir dann doch noch die Elferspitze erklimmen. Von der Weggabelung dauerte es ca. 5 Minuten und wir standen einer kurzen B-Klettersteigstelle gegenüber, sodass es wieder das Hund-wechsel-dich-Spielchen geben musste. Nach den 10 Meter Stahlseil befand man sich auf einen kleinem Plateau, auf dem mit Ach und Krach zwei Personen Platz hatten. Links von uns am Plateau erblickten wir das ersehnte Seven Summits Schild mit dem Stempel, welcher leider schon abgebrochen war und darunter im Schnee lag. Schnell wurde der Gipfelpass gestanzt und der Stempel wieder notdürftig befestigt.

Allerdings, den Gipfel hatten wir noch nicht erreicht. Das Gipfelkreuz mit seinem Buch lag circa 4 Meter über uns in einer kleinen Scharte. Die letzten Meter waren Eisenklammern angebracht, sodass man notdürftig bis zum Gipfelbuch kam. Leider verjüngte sich die Scharte aber nach oben hin, sodass ein Ausstieg zum Kreuz einfach nicht richtig möglich war. Der Eintrag im Buch war aber immerhin gesichert.

Nach getaner Arbeit ging es flux über den Elfersattel zurück in das Latschenfeld und von dort wieder entlang des Aufstiegwegs zur Elferbahn. Sugar freute sich wieder mal über das Gondelfahren. An der Talstation angekommen, gab es dann das verspätete aber wohlverdiente Gipfelbierchen.

pa230151
Blick ins Tal.



Fazit zur Besteigung des Elferkofel (2505 m) und der Elferspitze (2495 m):

Die Besteigung der beiden Gipfel des Elfermassivs stellt die kürzeste Tour der Seven Summits Stubai dar. Dies ist nicht zuletzt der Elferbahn zu verdanken. Die Gipfel sehen vom Tal eher unspektakulär aus, aber sobald man den Elfersattel erreicht hat, eröffnet sich ein wirklich wunderschönes Felsmassiv. Es erinnert etwas an die Dolomiten und man fühlt sich schnell wesentlich höher. Etwas verwirrend ist die Beschreibung der Tour auf Homepage und die Betitelung des Gipfels auf dem Gipfelpass. Hier nochmal: gemeint ist die ELFERSPITZE, nicht der Elferkofel. Den Kofel kann man aber der Vollständigkeit halber durchaus mitmachen und verlängert die Tour nicht wesentlich, wenn man gleich den Weg findet. Für Hunde ist es eine schöne Tour, nur auf die letzten Meter zu den jeweiligen Gipfeln müssen die Vierbeiner verzichten. Alternative wäre tragen, wenn der Hund klein genug ist.

Insgesamt eine landschaftliche wunderschöne Tour, wenn auch mit verwirrender Beschreibung des Tourismusbüros. Ich hoffe, wir konnten hiermit Licht ins Dunkel bringen.

Daten & Fakten:

  • Strecke: 6,96 km
  • Dauer: 3,5h Aufstieg, 2,5h Abstieg
  • Höhenmeter: ca. 750 hm
  • GPS-Track: Bergfex

Hier noch einige Impressionen in unserer Bildergalerie:

Und zu guter Letzt könnt ihr noch das Mini-Video zur Tour auf unserem YouTube-Kanal ansehen:

Elfer – Seven Summits Stubai

DSGVO-konforme 2-Klick-Sicherheit: Erst mit erneutem Klick auf das oben stehende Video werden Daten an YouTube gesendet.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.