Seven Summits Stubai – Hoher Burgstall 2611 m

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Der Sommer 2016 war dahin und nun hieß es neue Pläne für die kommende Wintersaison und natürlich für 2017 zu schmieden. Bei unseren letzten Besuch im Stubaital am Ende unseres Septemberurlaubs fiel uns eine Broschüre  über die Seven Summits Stubai in den Schoß. Die sieben Gipfel machten einen sehr guten Eindruck, zumal man viele davon als Skitour machbar sein würden. Also, ideal um damit im Winter anzufangen und falls wir nicht alle schaffen würden, stünden 2017 noch ein paar Hochtouren an. Somit war die Entscheidung, die Seven Summits Stubai zum nächsten Projekt für 2016/2017 auszuwählen sehr schnell gefällt.

Neues Projekt – Sieben Gipfel

Es wurden das Wohnmobil und der Hund eingepackt und es ging am Freitag Nachmittag, nach der Arbeit, wieder Richtung Stubaital. Die Homebase bezogen wir am Camping Neustift im gleichnamigen Örtchen, da beide Touren, welche dieses Wochenende geplant waren, von dort starteten.  Für Samstag hatten wir die Tour auf den Hohen Burgstall geplant, da es die Längere von den beiden Bergwanderungen werden würde, denn die Kreuzjochbahn war nicht mehr in Betrieb. Dadurch würden wir den Hohen Burgstall direkt von Neustift aus besteigen müssen. Mit einem frühen Start wurde es allerdings nichts, da wir noch im Tourismusbüro in Neustift unsere Stempelkarten für die Seven Summits Stubai abholen und uns danach noch am Campingplatz anmelden mussten. Dadurch war es dann knapp 9.30 Uhr als wir endlich aufbrechen konnten.

Zunächst ging es erstmal einmal quer durch Neustift auf die andere Talseite, vorbei am „Haus der Berge“, einigen Hotels und immer bergauf aus dem Örtchen heraus. Wir folgten der Beschilderung „Starkenberger Hütte“. Kurz nach dem Ortsausgang trafen wir dann auf die erste Seven Summits Stele mit Wegbeschreibung zum Hohen Burgstall. Die Stelen sind sehr liebevoll und neben der schön anzusehenden Form auch sehr einfallsreich gestaltet, da entweder eine Wegbeschreibung, Informationen zum Berg oder einfach die Silhouette des Berges über ein Spiegelsystem zu sehen ist. Neben der Stele war auch noch das große Seven Summits Schild angebracht, auf dem allgemeine Informationen zu dem Projekt zu finden waren. Das Wetter an diesem Morgen zeigte sich sonnig, wolkenlos aber noch frisch. Die Sonne ließ dann aber im Lauf des Tages die Temperaturen doch etwas nach oben klettern.
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Die Kaserstattalm

Weiter ging es nun Richtung „Starkenberger Hütte“ über den roten Wanderweg, welcher als steiler Aufstieg betitelt war und wir nach ca. 3,5 Stunden die Hütte erreichen sollten. Wie das Schild behauptete, führte der Weg steil im Zickzack durch den Wald über einen schmalen Pfad. Nach 1,5 Stunden erreichten wir ein Wildgehege, durch das der Weg verlief und wir mussten Sugar erstmals anleinen. Dort machten wir aber auch keine kurze Pause für Mensch und Tier. Danach ging es gestärkt weiter und wir verließen kurze Zeit später das Gehege, in dem wir allerdings keinerlei Wild angetroffen hatten. Der Übergang aus dem Gehege heraus stellte uns vor eine kurze Herausforderung, da dieser als zwei kleine Leitern gebaut war und wir Sugar hinüber heben mussten, denn da kam sie einfach nicht drüber.

Nun fanden wir entlang des Pfades den ersten Schnee. Sugar freute sich wie ein Schnitzel darüber und hopste erstmal 10 Minuten glücklich im ersten größeren Schneefeld herum. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee wurde es zwar, aber es war erstmal keine richtig geschlossene Schneedecke. Nach 2 3/4 Stunden wechselten wir vom steilen Aufstieg auf die Forststraße und statten nach weiteren circa 15 Minuten der Kaserstattalm einen Besuch ab.

Die Alm liegt herrlich im Hang auf 1890 Meter und bietet einen wunderbaren Ausblick über das Stubaital. Auf der Alm war Selbstbedienung an einem kleinen Stand auf der Terrasse angesagt und so gönnten wir uns diesmal eine etwas längere Pause bevor wir den Gipfel erstürmen wollten.

Die Starkenberger Hütte

Gestärkt ging es dann weiter über die Forststraße und es kam die Starkenberger Hütte in Sicht. Unterhalb der selbigen wechselten wir wieder auf einen steilen schmalen Pfad, welcher erstmal mit einer geschlossenen Schneedecke bedeckt war und direkt zur Hütte führte. Die Forststraße hätte zwar auch dorthin geführt, allerdings verlief diese nochmal komplett um den Bergrücken herum, da waren wir einfach zu faul. Die Starkenberger Hütte (2237 Meter) war allerdings schon geschlossen und wir statten somit nur kurz der Aussichtsplattform mit den Stelen aller Seven Summits einen Besuch ab. Diese waren so aufgestellt, dass man die jeweiligen Gipfel durch die Stele sehen konnte. Sehr hübsch gemacht!

Gipfelsturm des Hohen Burgstalls

So, jetzt stand nur der Gipfelanstieg auf dem Programm. Der Weg war wieder schmal und führte jetzt steil bergauf. Aufgrund der Südseite nahm der Schnee immer mehr ab und Sugar zeigte sich deswegen etwas irritiert. Wo war nur das geliebte Weiß hin?! Dafür wurde der Weg stellenweise sehr matschig und rutschig.

Einige Minute unterhalb des Gipfels flachte der Weg etwas ab und wir trafen auf 3 kurze stahlseilversicherte A-Klettersteigstellen. Diese stellten für Sugar überhaupt kein Problem dar und es wurde fleißig geklettert. Allerdings kam ein ziemlich eisiger Wind auf und sie begann nun zu frieren. Schließlich hatte Sugar noch kein Winterfell, da wir ja bis vor kurzem noch im wesentlichen wärmeren Korsika gewesen waren. Deswegen musste am Gipfel erstmal der Softshellmantel angezogen werden und erst danach konnten wir uns richtig dem Gipfel widmen. Es zeigte sich uns eine umwerfende 360°-Aussicht über das Stubaital. Wir konnten den einsamen Gipfel bei dem herrlichen Wetter richtig genießen. Und natürlich das Stempeln des Gipfelpasses nicht vergessen 🙂

Ausblick vom Gipfelkreuz

Wir machten uns dann wieder an Abstieg als der eisige Wind zunahm. Der Abstiegsweg führte uns entlang des Aufstiegsweges in ca. 2,5 Stunden  wieder zurück zum Campingplatz.

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Das Gipfelkreuz des Hohen Burgstalls.

Fazit zur Besteigung des Hohen Burgstalls 2611 m:

Der erste Berg unserer Seven Summits Tour war mit ca. 7,5 Stunden Gehzeit und 1600 Höhenmeter eine anstrengende Bergwanderung gleich zu Beginn. Ursprünglich verläuft die Tour mit Nutzung der Kreuzjochbahn von der anderen Bergseite auf den Gipfel und man benötigt circa 5,5-6 Stunden für die Tour. Allerdings hatte die Kreuzjochbahn Mitte/Ende Oktober schon geschlossen, somit entschieden wir uns für oben genannte Variante. Bis zur Kaserstattalm ist der Weg zwar steil, aber durch seinen Verlauf durch den Wald auch relativ unspektakulär.

Die Kaserstattalm eignet sich hervorragend für eine Rast, laut Schild gibt es auch hausgemachte Kuchen (ich denke wahrscheinlich erst nachmittags). Aber man sollte Kleingeld für die Selbstbedienungsgetränke dabei haben, da dies mit einer Kasse auf Vertrauensbasis betrieben wird. Ab der Alm beginnen auch Latschenfelder entlang des Weges und man hat einen herrlichen Ausblick ins Stubaital bis man den Gipfel erreicht hat. Die Starkenberger Hütte liegt schön sonnig gelegen und beheimatet die Aussichtsplattform mit allen sieben Stelen der Seven Summits Stubai. Dort unbedingt vorbeischauen. Der Gipfelanstieg ist nochmal ordentlich steil, die Klettersteigstellen (A) aber keine Herausforderung. Am Gipfel gibt’s dann einen wunderschönen 360°-Ausblick als Belohnung für den langen Aufstieg. Trotz der umwerfenden Aussicht, denkt an das Stanzen des Gipfelpasses!!!

Insgesamt eine schöne Bergtour, die durch die Länge doch anstrengend ist. Für Sugar war es kein Problem, somit sehr gut für Hunde mit entsprechender Kondition geeignet.

Daten & Fakten:

  • Dauer: ca. 7,5 Stunden (ohne Bahnnutzung)
  • Höhenmeter: 1600 hm
  • GPS-Track zur Tour auf Outdooractive und Bergfex

Hier noch einige Impressionen in unserer Bildergalerie:

 

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