Seven Summits Stubai – Wilder Freiger 3418 m

Die Seven Summits Stubai – bei den sieben Gipfeln handelt es sich nicht um die höchsten sondern die schönsten und markantesten Berge im Stubaital. Auf diesen Touren bezwingt man nicht nur sieben Berge mit Charakter, sondern erlebt auch bei jedem Einzelnen eine vollkommen andere Bergtour. Als kleines Schmankerl für die Touren gibt es zum Nachweis einen Gipfelpass, welcher im Tourismusbüro erhältlich ist. Es winkt dem Bergsteiger ein T-Shirt für drei sowie eine Trophäe für alle bestiegenen Gipfel.

Gipfel Nr. 6 – der Wilde Freiger 3.418m

Der Gipfel des Wilden Freigers liegt direkt auf der österreichisch-italienischen Grenze in einem Meer von Gletschern. Umgeben vom Übeltalferner, der Fernerstube und dem Grünauferner erhebt er sich am Ende der Gipfelkette von Zuckerhütl und Wilder Pfaff. Kurz unterhalb des Wilden Freigers liegt das Becherhaus auf 3.195 Meter – die höchste Schutzhütte Südtirols. Dabei kann der Wilde Freiger von vielen Seiten bestiegen werden: als Hochtour über den Grünauferner oder über den Sulzenauferner in Verbindung mit Zuckerhütl und Wilder Pfaff, oder eisfrei über den Lübecker-Weg oder von Ridnaun aus.

Tag 1: Von Ridnaun zur Grohmann-Hütte

Genau das war unser Plan für dieses lange Wochenende – die Besteigung von Südtirol aus.
Freitag Morgen starteten wir nach den Diensten Richtung Südtirol. Da wenig Verkehr herrschte, waren wir schnell an der Autobahnausfahrt in Sterzing angekommen. Von dort führte uns die Straße ins Ridnauntal zum gleichnamigen Örtchen am Ende des Tals. Am Talschluss angekommen, stellten wir unser Auto auf einem der Wanderparkplätze ab. Vorbei am Landesmuseum für Bergbau und wir begannen den Aufstieg über den Wanderweg Nr. 9, der uns Richtung der Aglsböden führte.

Landesbergbaumuseum in Ridnaun

Durch lichte Wälder wanderten wir bergauf. Farne, Gräser und Blumen säumten auf beiden Seiten den Pfad, der sich vorbei an vereinzelten Felsblöcken schlängelte. Leise plätscherte der Fernerbach rechts von uns. An diesem noch etwas wolkenverhangenen Tag trafen wir kaum andere Wanderer. Nur eine kleine Gruppe mit Eispickeln an den Rucksäcken und Bergführer kreuzte unseren Weg.

Ein Märchenwald gleich hinter Ridnaun
Der Fernerbach
Die ersten Alpenrosen

Die Aglsböden – ein kleines Moor

Kurz unterhalb der Aglsböden, einem kleinen Moor, lichteten sich die Bäume und wir stiegen die letzten Meter über die Forststraße auf. Ein kleines Gatter trennte die Böden und eine kleine Brücke, unter der der Fernerbach donnerte. Die vielen kleinen Bäche aus den Böden wurden hier wieder zusammengeführt. Hinter der Brücke erstreckten sich die Aglsböden: eine kleine Hochebene, um nicht zu sagen ein Moor, an dessen Ende die Aglsbodenalm direkt vor einem großen Wasserfall lag.

Brücke vor den Aglsböden
Aglsböden

Still lag die Aglsbodenalm dar, denn an diesem Tag herrschte kein Betrieb. Der Wanderweg Nummer 9, der etwas oberhalb des Moores entlang führte, wurde von vielen Alpenrosen gesäumt. Ihr sattes Pink bildete einen Farbklecks in der Landschaft. Rechts des Wasserfalls begannen wir erneut mit einem etwas steileren Anstieg. Die Alpenrosenbüschlein reihten sich wie kleine Soldaten am Wegesrand auf.

Alpenrosen auf dem Weg zur Hütte

Oberhalb der tosenden Wassermassen betraten wir ein enges, V-förmiges Tal. Links unter uns brauste der Bach und vor uns lag das erste Altschneefeld. Die Schneefelder wurden vom Pink der Alpenrosen sprichwörtlich eingerahmt. Am Ende des Tals zeichnete sich ein Hügel mit einem kleinen Häuschen ab. Das Ziel lag uns direkt vor Augen. Nur noch wenige Höhenmeter trennten  uns vom Ende unserer Tagesetappe, der Grohmann-Hütte.

Kleiner Wasserfall mit Alpenröschen.
Blick zurück zu den Aglsböden
Das V-förmige Tals oberhalb des Wasserfalls.

Wir wurden von schon Gerhard, dem Hüttenwirt, sehnsüchtig erwartet, denn das Essen war fast fertig. Das nenn ich mal pünktlich. Abends wurden wir von ihm mit einer leckeren Pfannkuchensuppe, einer riesigen Pfanne Bratkartoffeln mit Spiegelei und einen phänomenalen Kaiserschmarrn verwöhnt. Selten so gut und viel auf einer Hütte gegessen.

Letzte Meter vor der Grohmann-Hütte.
Sandböden unterhalb der Grohmann-Hütte.
Grohmann-Hütte

Müde nach dem Nachtdienst des Vortages und vom Essen schlüpfen wir früh ins Matratzenlager. Da wir die einzigen Gäste an diesem Freitag waren, hatten wir das Lager ganz für uns allein. Erholsamen Schlaf stand so überhaupt nichts im Wege.

Gaststube
Lecker Bratkartoffeln mit Spiegeleiern.
Sonnuntergang an der Hütte.

Tag 2: Auf den Wilden Freiger

Erholt und voller Tatendrang starteten wir mit einem leckeren Frühstück an diesem warmen und sonnigen Morgen. Gestärkt begannen wir mit dem Aufstieg zur Teplitzer Hütte. Steil führte der Weg durch den Südhang unterhalb der Hütte. Nach einer knappen Stunde anstrengenden Steigens erreichten wir die Hütte und beschlossen erstmal eine Kaffeepause einzulegen. Käffchen ist immer gut…

Steil zur Teplitzer Hütte.
Kurz vorm Kaffee.
Teplitzer Hütte

Höhenweg mit Drei Zinnen Blick

Die Sonne schien kräftig an diesem Morgen und wir setzten unseren Weg fort. Der Wanderweg Nr. 9 führte nun mit wenig Steigung als Karl-Vogel-Weg um den Bergrücken der Gaiswandspitze. Der Himmel war klar und es bot sich eine umwerfende Aussicht in die Berge des Trentino und sogar bis in die Dolomiten. Weit hinten am Horizont konnten wir die Marmolata und die Drei Zinnen ausmachen. Was für ein Ausblick!

Blick zurück zur Hütte.
Rinnsale und Wasserbecken

Nach dem ersten Bergrücken erreichten wir über den Höhenweg die erste Drahtseilversicherung. Auf das kurze Stück Geländerseil folgte eine circa fünf Meter hohe Leiter aus Eisenklammern. So hatten wir wieder ein paar Höhenmeter gut gemacht.

Die ersten Drahtseilakte

Die Spuren der Gletscher

Unter dem Höhenweg glitzerte nun der dunkelblaue Übeltalsee in der Sonne. Der See ist ein Relikt des Übeltalferner, der vor vielen Jahren bis dort hinunter reichte. Auf dem ganzen Weg von der Teplitzer Hütten waren Spuren der geschmolzenen Ferner zu erkennen gewesen. Abgerundete und abgeschliffene fließende Felsstrukturen und Schuttmoränen soweit das Auge reichte.

Immer wieder mussten wir kleinere Altschneefelder passieren, die in einer schattigen Nische überlebt hatten. Nach einiger Zeit verschwand der Übeltalsee aus unserem Blickfeld als wir den Bergrücken unterhalb des Roten Grats passierten. Der nächste kleine Bergsee tauchte unterhalb des Weges auf. Sein tiefblaue Farbe wechselte sich mit türkis ab. Leises Wasserrauschen erreichte unsere Ohren, denn der See wurde von einem Schneefeld gespeist.

Übeltalsee
Altschneefelder

Riesige rote Kreise zeugten vom ehemaligen Stand des Ferners und der Schneedecke als wir begannen in den Kessel unterhalb der Freiger Scharte abzusteigen. Der Kessel wurde von einem Schneefeld ausgefüllt, das wir durchquerten. Auf der gegenüberliegenden Seite stiegen wir durch den Schnee erneut auf, vorbei an den großen runden Kreisen auf dem Fels.

Kessel unterhalb der Freigerscharte

Das Becherhaus auf Permafrostboden

Vor uns lag ein riesiger Schutthaufen, der durch Permafrost zusammengehalten wird, und den Endspurt zur Hütte dar stellte. Denn oben auf dem Haufen thronte das Becherhaus – unser Nachtquartier. Aber bis dahin mussten wir noch eine gute Stunde steil durch das Blockgelände des Schutthaufens aufsteigen. Ein fast gänzlich durchgehendes Drahtseil diente als Geländer und Sicherung gegen Absturz auf dem ausgesetzten Pfad.

Drahtseil wohin das Auge reichte am Aufstieg zum Becherhaus
Abzweigung zur Müllerhütte

Der Atem ging immer schneller und auch die Herzfrequenz stieg – wir merkten die Höhe langsam aber sicher. Nach dem letzten Felsblock tauchten schon die Stufen zur Terrasse des Becherhauses auf. Nur noch wenige Schritte bis zur wohlverdienten Pause.

Steil und …
…. ausgesetzt ….
…. zum Becherhaus.

Auf den sonnigen und warmen Bänken der Hütten genossen wir den Ausblick auf den Übeltalferner und die Stubaier Alpen. Auf den Gletschern herrschte reges Treiben: eine Seilschaft reihte sich an die Nächste. Und das obwohl es erst Anfang der Hochtourensaison war.

Blick vom Bercherhaus

Der Nachmittag war noch jung, das Wetter immer noch hervorragend, obwohl sich langsam erste kleinere Wolkenbänke von Österreich herüber schoben, und wir noch hochmotiviert.

Also, warum nicht an diesem schönen Tag noch den Gipfel erstürmen?!

Gesagt, getan. Schnell die Rucksäcke im Matratzenlager von allem unnötigen Ballast befreit und schon passierten wir den Heliport hinter der Hütte. Eine Treppe aus dem Blockwerk des Grates führte vom Landeplatz steil hinunter auf den Grat.

Grat zum Signalgipfel

Eisfrei stiegen wir eine knappe Stunde über den Grat auf. Weglos kletterten wir über das Blockwerk des Grates, an vielen Stellen diente ein Drahtseil als Absturzsicherung. Am Gletscherrand trafen wir immer wieder einige Seilschaften, die dort nochmal pausierten um ihr Steigeisen zu verstauen, bevor sie die letzten Meter zum Becherhaus aufsteigen wollten.

Gratkraxxelei
Kleine Steighilfen unterhalb des Signalgipfels.
Signalgipfel 3.393m

Einige Tritthilfen bildeten eine kurze Leiter und einige Meter später hatten wir den Signalgipfel erreicht. Auf 3.393 Meter markierte ein Sendemast den Signalgipfel und das Ende des Grates. Hier verließen wir den Fels und betraten die Ausläufer des Wilder-Freiger-Ferners. Dieser Gletscherteil ist spaltenfrei und wir folgten den Spuren im Schnee hinüber zum Gipfel des Wilden Freiger. Einzelne Wolkenbänke zogen von der österreichischen Seite der Stubaier Alpen herauf und hüllten uns immer wieder ein. Die Mauern der Ruine des ehemaligen Zollhäuschen lagen einige Meter unter uns und tauchten das ein ums andere Mal gespenstisch aus dem Nebel auf.

Ruinen des Zollhäuschens.

Ausblick vom Wilden Freiger

Nach einigen Minuten hatten wir den Gipfel des Wilden Freigers erreicht. Auf 3.418 Meter hatten sich neben dem Gipfelkreuz schon zwei Bergsteiger niedergelassen und frönten ihrer Jause. Die beiden wollten heute weiter über den Grat zum Müllerhaus absteigen. Wir quetschten uns neben die beiden auf den kleinen Gipfelaufbau. Bis wir unsere Gipfelpässe abgestempelt und uns ins Gipfelbuch eingetragen hatten, war auch die Wolke weitergezogen. Vor uns breitete sich der Übeltalferner aus. Die Blicke reichten erneut bis zu den Drei Zinnen und zur Marmolada. Im Süden erhob sich einsam die Brenta neben der Adamello-Gruppe bevor das Land abflachte und zum Meer auslief. Die österreichischen Berge versteckten sich in den dichten Wolken – nur das Zuckerhütl spitzte hin und wieder durch.

Gipfelselfie

Als sich die nächste Wolkenbank über den Gipfel zu schieben begann, traten wir den Rückweg zum Becherhaus an. Nach insgesamt 2,5 Stunden kehrten wir zurück ins Matratzenlagern – wie am Vortag pünktlich zum Abendessen. Die Hütte hatte sich mit den ganzen Seilschaften gefüllt, die wir im Laufe des Tages am Gletscher gesehen hatten, und noch einigen Wanderern. Alle Wanderer wollten am nächsten Morgen zum Gipfel um anschließend wieder ins Tal abzusteigen. Für alle gab’s das gleiche Drei-Gänge-Menü und noch etwas geselliges Beisammensein bevor sich der Gastraum nach und nach leerte.

Stube des Becherhauses.
Matratzenlager auf 3.200m

Tag 3: Zurück ins Tal

Den Sonnenaufgang auf knapp 3200 Meter wollten wir uns nicht entgehen und so begann der Tag begann früh. In der Kälte des beginnenden Tages schob sich die Sonne langsam über den Horizont. Der Himmel begann sich rot-orange zu färben und die ersten Strahlen erhellten den stillen Gletscher und das Becherhaus. Kleine Wölkchen tanzten bei jedem Atemzug vor unseren Gesichtern.

Sonnenaufgang am Becherhaus

Nach einem Frühstück in netter Gesellschaft fingen wir an abzusteigen. Wolken bedeckten mittlerweile den Himmel, leichter Regen fiel und Windböen wehten teilweise heftig über die Terrasse des Becherhauses. Hatten wir am Vortag alles richtig gemacht…

Höhenweg am Vortag

Entlang des Aufstiegweges stiegen wir zurück ins Tal. Stefan verlor am Abstieg über den Schutthaufen unterhalb des Becherhauses seine Kamera. Es folgte eine eingehende Suche und einen Klettereinlage seinerseits und die Systemkamera war wieder geborgen. Leider war das Gehäuse so arg verschoben, dass sie nicht mehr funktionsfähig war, aber das Objektiv wies keine Beschädigung auf.

Ein sehr liebesbedürftiger Hüttenhund an der Teplitzer Hütter

Auf Höhe des Übeltalsees rissen die Wolken aus und die Sonne eroberte sich den Himmel zurück. So ging es bei immer wärmer werdenden Temperaturen zur Teplitzer Hütte, wo wir wie am Vortag eine Kaffeepause einlegten. Eine knappe Stunde später gab’s dann bei Gerhard an der Grohmann-Hütte ein frühes Mittagessen – lecker Hüttenspaghetti, oder einfach Spaghetti Bolognese.

Agslbodenalm

Ein kleines Highlight zum Abschluss

Nach den Aglsböden wählten wir den Wanderweg Nummer 8 zum Abstieg, der auf der anderen Seite des Fernerbachs ins Tal führte. In der Burkhardklamm eröffneten sich viel Blicke auf den Bach, der zwischen den Felsen toste.

Burkhardklamm

Unser Auto fanden wir an gewohnter Stelle des Wanderparkplatzes, den wir nach 5 Stunden 45 Minuten erreicht hatten.

Fazit zur Bergtour auf den Wilden Freiger:

Den sechste Gipfel unserer Seven Summits Stubai erklommen wir im Rahmen eines verlängerten Wochenendes – sprich 2,5 Tage. Über einen anfänglich sattgrünen Waldspaziergang mit wilden Farnen und Felsblöcken, der das Gefühl gab im Urwald zu wandern bis hin zu den Aglsböden. Das Hochmoor war sehr eindrucksvoll und der Wasserfalls echt sehenswert. Die letzten Meter zur Grohmann-Hütte verliefen durch ein v-förmiges Tal weit über der Baumgrenze. Erster Eindrücke des Hochgebirges mit einem romantischen Touch durch die Alpenrosen. Die Grohman-Hütte ist ein nur von Hüttenwirt Gerhard bewirtschaftet – eine Ein-Mann-Hütte. Mit den 8-10 Betten und den tollen Hüttenwirt wird es schnell familiär und wir fühlten uns wie zuhause. Das Essen war einfach der Hit!

Der zweite Tag unserer Tour bestach mit tollen Höhenweg ab der Teplitzer Hütte. Umwerfende Ausblicke bis zu den Drei Zinnen. Ein Wahnsinn! Die Drei Zinnen und die Marmolata vom Stubai aus gesehen – wirklich unglaublich! Wir hätten Stunden dieser Aussicht frönen können. Leider konnten wir das nicht auf einem schönen Bild ablichten. Aber der Ausblick ist eine der schönsten Erinnerungen dieser Tour. Auf den Höhenweg wandelten wir auf den Spuren der Gletscher: wo hin das Auge reichte abgeschliffener Fels. Dazwischen plätscherten an jeder Ecke kleinere Rinnsale unter denen grüne Flechten oder Blumen wuchsen. Bienen und Schlupffliegen hüften von Blüte zu Blüte. So viel Leben in der einst so unwirtlichen Gletscherregion. Der Übeltalsee mit dem weißen Fernern der Stubaier Alpen zeichnete ein weiteres grandioses Bild der Hochgebirgslandschaft.

Daneben wirkte der Aufstieg aufs Becherhaus auf seinen Permafrost-Schutthaufen fast farblos, verschaffte aber wegen seiner Ausgesetztheit Nervenkitzel. Das Becherhaus ist wegen seiner Lage ein Highlight, denn wir haben selten Hütten mit solch einer tollen Aussicht erlebt (Drei Zinnen!!!). Duschen gibt es keine und die Sanitäranlagen sind bei ausgebuchter Hütte eher spärlich. Kulinarisch ist die Hütte leider kein Highlight. Nett ist dagegen die Geselligkeit unter den Hüttenwirten, denn man fungiert als Bergsteiger als analoge Grußnachricht von einem zum Anderen.

Allerdings darf man als Übernachtungsgast auf keinen Fall den Sonnenaufgang auf 3.200 Meter entgehen lassen. Solch einen Anblick bekommt man nicht alle Tage.

Der Grat zum Wilden Freiger forderte uns nochmal richtig. Trotz der Anstrengungen machte der Endspurt so richtig Spaß. Der Ausblick vom Wilden Freiger sucht nochmal seines Gleichen. Noch ein Stückchen weiter oben, konnten wir die Blick noch einen Tick weiter schweifen lassen. Unglücklicherweise zogen Wolken von der österreichischen Seite auf, sodass uns der Ausblick dorthin verwehrt blieb.

Beim Abstieg durften wir nochmal den einmaligen Höhenweg mit seinem Ausblick in aller Ruhe genießen. Wegen des schlechten Wetters in den höheren Lagen war die Luft nicht so klar und die Dolomiten versteckten sich im Dunst. Zum Abschluss sollte man sich die Burkhardklamm nicht entgehen lassen.

Insgesamt eine Bergtour, die seines Gleichen sucht! Die unterschiedlichsten Landschaften wechseln sich ab und der Ausblick bleibt für immer im Gedächtnis. Übernachtung und Essen können wir auf der kleine Grohmann-Hütte uneingeschränkt empfehlen. Das Becherhaus ist wegen seiner Lage schon sehenswert. Sehr konditionsstarke Bergsteiger schaffen die Tour einen Tag. Und zu guter Letzt: Die Tour ist komplett Gletscherfrei machbar.

Telefoneck im Becherhaus

Daten & Fakten:

  • Tag 1: Ridnaun – Grohmann-Hütte
  • Tag 2: Grohmann-Hütte – Wilder Freiger 3.418m – Becherhaus
    • Strecke: 10,5 km
    • Dauer: ca. 8,5 h
    • Übernachtung: Becherhaus
  • Tag 3: Becherhaus – Ridnaun
    • Strecke: 12,9 km
    • Dauer: 5h 45 min
Gipfelgrat zum Wilden Freiger

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