Top of Frankonia: MTB-Tour im Fichtelgebirge

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Redet man von Sport im Fichtelgebirge, dann denken die meisten an den Ochsenkopf, Frankens höchstes Skigebiet. Aber auch im Sommer hat das Mittelgebirge einiges zu bieten. Wir haben uns mit den E-MTBs dort auf Tour begeben und den höchsten Punkt Frankens besucht.

Das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Aber weder der Wetterbericht noch die Verkehrsprognose für den Ferienverkeher sprechen dafür in die Alpen zu fahren. Nach langem Überlegen packen wir die E-MTBs und die Klettersachen ins Wohnmobil und brechen in Richtung Norden auf. Da der Samstag in ganz Bayern nur Regen zu bieten hat, gönnen wir uns einen Saunatag in der Siebenquell-Therme bei Weißenstadt.

Über den Ochsenkopf

Ach einem ausgiebigen Frühstück im Thermenhotel, dass man vergünstigt verzehren darf, wenn man auf dem Stellplatz genächtigt hat, siedeln wir nach Bischofsgrün um. Der Parkplatz der Ochsenkopf-Schwebebahn ist uns von unseren Winter ersuchen bestens bekannt. Im sommergrünen Outfit wirkt es dennoch ganz anders. Wir steigen auf unsere Räder und strampeln Richtung Talstation. Hier herrscht reges treiben an der Bahn und vor allem an der Sommerrodelbahn. Im Hintergrund springen einzelne Sportler auf der grünen Skispringschanze.

Start an der Ochsenkopf-Schwebesesselbahn. Vorbei an der Sommerrodelbahn und den Skisprungschanzen.
Im Winter eine Langlaufloipe. Im Sommer ein breiter Schotterweg, auf dem man bequem bergauf strampeln kann.

Über breite Forstwege die im Winter Schneebedeckte die Langlaufloipen und deren Verbindungen bilden, gewinnen wir an Höhe. Wir erreichen den Oberen Ringweg und folgen diesem nach Osten, bis wir einen kleinen Pfad erreichen, der zum Asenturm abzweigt. Hier wird es technisch anspruchsvoller, steiler und steiniger. Oben angekommen passieren wir den Asenturm in Richtung Skipiste. Über die Südabfahrt verlassen wir schnell wieder den Touri-Hotspot. Den Schildern nach Fichtelberg folgend, Rollen wir die Forstwege hinab bis wir eine Straße erreichen. Ein paar Meter Auf dieser Richtung Grünstein führt uns ein Waldweg bald wieder Richtung Fichtelberg. Erst durch den Wald, dann weiter über weite Felder erreichen wir das Örtchen und durchqueren dieses.

Die letzten Höhenmeter zum Ochsenkopf-Gipfel. Bergauf ist dieser Trail dann doch noch recht anspruchsvoll für uns.
Kleiner Weiher mitten im Wald. Hier kommt man auf der Abfahrt nach Fichtelberg vorbei.
Bestes Wetter für unsere MTB-Tour. Über diesen Feldweg erreicht man die Ortschaft Fichtelberg

Vom Fichtelsee auf den  Nußhardt

Ein kurzes Stück durch den angrenzenden Wald erreichen wir den gut besuchten Fichtelsee. Entlang des Ufers, wo viele Spaziergänger ihre Runde drehen, setzen wir unsere Tour fort. An der nördlichen Spitze verlassen wir den Uferweg wieder bis wir die B303 erreichen. Auf der anderen Seite der Bundesstraße gehts jetzt erstmal stramm bergauf auf den Seehügel. Am Seehaus, wo viele Wanderer ihr Mittagessen genießen oder sich bei kühlen Getränken erholen, kreuzt der Höhenweg. Diesem folgen wir in Richtung Nußhardt. Der Höhenweg macht seinem Namen alle Ehre, immer wieder gibt es für unsere E-MTBs Schiebepassagen, da die Gesteinsbrocken auf dem Weg immer größer und unwegsamer werden. Nach ein paar kurzen Schiebepassagen erreichen wir den Nußhardt, mit seiner Aussichtsplattform auf den markanten und beeindruckenden Gesteinsmassiven. Von hier aus lassen wir kurz unsere Blicke in die Ferne schweifen und haben gleichzeitig unseren letzten Gipfel, den Schneeberg, direkt vor Augen.

Sehr idyllisch anzusehen. In Wirklichkeit lädt das Wasser nicht zum Baden ein.
Beeindruckende Gesteinsformationen auf dem Nußhardt.
Immer wieder kurze unwegsame Passagen. Da hilft nur schieben oder zum Teil auch tragen.
Profis fahren hier bestimmt noch, mit dem schweren E-MTB schieben wir mal wieder

Über den Schneeberg

Nach dem kurzen Abstecher, verlassen wir die Aussichtsplattform wieder, und rollen mit unseren Bikes auf dem felsigen Pfad weiter. Noch einmal geht es stramm bergauf, bis ein kleiner Pfad in den Wald und auf den Gipfel des Schneeberg abzweigt. Die letzten Meter geht es über eine große Wiese, das rege Treiben der Feiertagsausflügler kann man schon von Weitem erkennen. Schnell auf den Aussichtsturm, das obligatorische Gipfelfoto geschossen, um dann auf breiten Wegen ins Tal zu rollen, bis wir wieder den Parkplatz der Schwebesesselbahn erreichen.

Der höchste Punkt Frankens. Aussichtsturm auf dem Schneeberg. Im Hintergrund die militärischen Einrichtungen.

Fazit:

Das Fichtelgebirge rund um den Ochsenkopf lädt nicht nur im Winter zum Skifahren und Langlaufen ein. Im Sommer bietet es zahlreiche Möglichkeiten mit dem Fahrrad oder Moutainbike auf Tour zu gehen und die Mittelgebirgslandschaft zu entdecken.

Tourdaten:

  • Strecke: 28,98 km
  • Höhenmeter: Anstieg 980 m, Abnahme 932 m
  • Dauer: 3h 27min
  • GPS-Track: Bergfex

 

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